Was mich immer wieder am meisten erfreut ist die Tatsache, dass Menschen Träume haben, denen sie nachjagen und die sie, trotz vieler Misserfolge, nicht aufgeben, weil es ihr Lebensziel ist und sie genau dafür leben - für das Streben nach der Erfüllung ihrer Träume.
Ich frage mich, wie es sein muss, keine Träume zu haben - ob es überhaupt Menschen gibt, die nicht träumen. Ich glaube nicht, dass es so jemanden gibt, denn jeder denkt und wünscht und sehnt sich damit nach etwas. Ich kann mir allerdings nichtmal ansatzweise vorstellen, wie es sein muss, absolut keine Hoffnung mehr für die Erfüllung seiner Träume zu haben, denn wofür lebt man denn, wenn nicht dafür? Wie kann man existieren, ohne Antrieb? Was ist man dann, ein leerer Körper, der auf dieser Welt wandelt, ohne tatsächlich zu leben? Träume sind ein Bestandteil von uns. Wir wünschen, sehnen, suchen.
Warum ich diese Gedankenspielerei auf unserem gemeinsamen Blog poste anstatt auf meinem eigenen, der sowieso eine Auffrischung braucht? Auch beste Freundinnrn haben Träume, viele davon entwickeln, planen und erleben sie zu zweit und das sind wunderschöne Erinnerungen, die man nie mehr missen will. Jedoch trägt jeder Mensch individuelle Wünsche in sich, die sich manchmal ganz alleine in ein Herz schleichen und versteckt heranwachsen, bis sie ausbrechen und die gesamte Zukunft auf den Kopf stellen. Viele Faktoren bestimmen die Zukunft, eigene Entscheidungen und äussere Einflüsse. Träume, die sich verändern oder ihre Prioritäten verschieben. Das Leben ist ein sich ständig veränderndes Chaos, in das man hinein geworfen wird, ohne vorher darüber aufgeklärt zu werden.
Auch beste Freunde müssen irgendwann verstehen, dass sich ihre Träume nicht immer parallel zueinander bewegen, sondern auch mal andere Wege einschlagen. Das zu akzeptieren ist hart, aber leider ist es eine Tatsache; man bleibt nicht auf ewig zusammen. Trotz Entfernung sollte man jedoch nicht den Mut aufgeben; meiner Meinung nach hängt so etwas nicht davon ab, wie oft man sich sieht.
Trotzdem ist der Gedanke daran traurig, ein Leben zu führen, indem die beste Freundin so weit weg ist. Andererseits - wenn sie glücklich ist, ist man selbst es auch. Ja.
itsu